Profil des DRZ

Das DRZ sieht seine Aufgabe darin, die Erforschung und Förderung der Resilienz auf drei Ebenen anzugehen: Wir wollen Resilienz durch neurowissenschaftliche und humanpsychologische Forschung verstehen, wir wollen vorbeugen, indem wir durch die Entwicklung von Resilienz-fördernden Interventionen Betroffenen Hilfe anbieten, und wir wollen Rat geben, um Arbeits- und Umweltbedingungen so zu verändern, dass Resilienz gegen Stress verbessert wird. Mit diesem Ansatz soll der Paradigmenwechsel von einer krankheitsorientierten Forschung zu einer gesundheitsorientierten Forschung, also der Erforschung von Faktoren und Mechanismen, die zum Erhalt der psychischen Gesundheit beitragen, vorangetrieben werden.

Arbeitsbereich 1: Verstehen

Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz und die Universitätsmedizin Mainz verfügen mit den Fächern Medizin und Psychologie über ausgewiesene Expertise im Bereich der gesundheitsrelevanten Grundlagenforschung. Ziel des DRZ ist es, die Mechanismen in Psyche und Gehirn aufzuklären, die Resilienz gegenüber Belastungen der Umwelt ermöglichen. Zudem soll die bevölkerungsbasierte Erforschung der Resilienz vorangetrieben werden. Entscheidend für den Erfolg dieser Bemühungen und für die Qualität gesellschaftswissenschaftlicher Forschung und Beratung ist die Nähe der Mitarbeiter zur Grundlagen- und klinischen Resilienzforschung, wie sie nur eine integrative Struktur gewährleisten kann.

Arbeitsbereich 2: Vorbeugen

Im DRZ werden durch die Zusammenarbeit von Psychologen und Medizinern in Zusammenarbeit mit dem Clinical Investigation Center Interventionen zur Förderung der Resilienz entwickelt, deren Design auf den im Arbeitsbereich 1 genauer charakterisierten Resilienzmechanismen beruht. Parallel dazu vermitteln Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des DRZ in Vorträgen und Workshops Kenntnisse zu resilienzfördernden Maßnahmen, die auf dem aktuellen Stand der internationalen Literatur basieren. In unserer im Aufbau begriffenen Resilienzambulanz wird darüber hinaus individuelle Beratung und Hilfestellung angeboten.

Arbeitsbereich 3: Verändern

Im DRZ sollen die Erkenntnisse aus der neurowissenschaftlichen Forschung dazu eingesetzt werden, die Entwicklung neuer Präventionsmaßnahmen für den Erhalt psychischer Gesundheit auch unter Stressbedingungen und damit die Vorbeugung psychischer Erkrankungen voranzutreiben. Dies umfasst auch die Veränderung von Strukturen in der Schul- und Arbeitswelt sowie im Gesundheitssystem zum Zweck einer besseren Vorbeugung gegen stressbedingte psychische Erkrankungen.