Aktuelle Studien des DRZ

Auf dieser Seite möchten wir Sie über die Fragestellungen und Ziele unserer aktuellen Forschungsprojekte und Studien informieren. Im Rahmen der Projektförderung werden verschiedene grundlagenorientierte und angewandte Studien gefördert, die unter den Arbeitsgruppen beschrieben sind. Im Folgenden sind unsere aktuellen Langzeitstudien beschrieben. Sollten Sie Interesse daran haben, als Proband an einer der Studien teilzunehmen, so kontaktieren Sie bitte die entsprechenden Versuchsleiter.

LORA – Eine Studie zur Erfassung der psychischen Resilienz

Stressbedingte psychische Erkrankungen wie Ängste, Depressionen oder Burnout führen zu enormen subjektiven Leiden. Behandlungsmaßnahmen sind nicht nur zeitintensiv, sondern zudem mit einer hohen Rückfallrate verbunden. Daher ist es von großem Interesse, psychischen Probleme möglichst vorzubeugen statt sie zu behandeln. Im Rahmen der LORA-Studie untersuchen wir, welche psychologischen und biologischen Mechanismen Menschen psychisch widerstandsfähig machen, und so dazu beitragen, dass eine stressbedingte psychische Erkrankung trotz Stresserlebnissen nicht auftritt. Aus diesen Erkenntnissen könnten sich möglicherweise neue Wege der Krankheitsvorbeugung ergeben.

Die Studienteilnahme besteht aus zwei Komponenten:

  1. In 1,5- bis 2-Jahres-Intervallen möchten wir Sie zu einer umfangreichen Testbatterie einladen.
  2. In Abständen von 3 Monaten findet zudem eine Online-Befragung zu aufgetretenen Stressoren statt und wir bitten Sie um Einsendung einer Haarprobe.

Voraussetzungen für die Teilnahme:

  • Alter 18 bis 50 Jahre.
  • Keine psychische und schwere körperliche Erkrankung. Interessenten, die an Tinnitus oder einer nicht korrigierbaren Sehstörung leiden oder derzeit oder in den letzten sechs Monaten an einer medikamentenassoziierten Studie teilgenommen haben, können nicht an der Studie teilnehmen.
  • Bereitschaft über einen längeren Zeitraum an der Studie teilzunehmen.

Ihre Vorteile:

  • Die Teilnahme wird angemessen finanziell entschädigt.
  • Sie haben die Möglichkeit, an einer Untersuchung Ihrer körperlichen Fitness teilzunehmen (optional).

Es besteht die Möglichkeit, in Frankfurt oder Mainz an der Studie teilzunehmen. Kontaktieren Sie hierfür bitte das entsprechende Studienteam.

Frankfurt
Versuchsleitung: Dipl.-Psych. Nele Goldbach
Studienleitung: Univ.- Prof. Dr. med. Andreas Reif
E-Mail
Tel.: 0151 17191359
Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie, Universitätsklinikum Frankfurt
Heinrich-Hoffmann-Straße 10, 60528 Frankfurt am Main

Mainz
Versuchsleitung: Dr. rer. biol. hum. Andrea Chmitorz
Studienleitung: Univ.- Prof. Dr. med. Klaus Lieb, Univ.- Prof. Dr. med. Oliver Tüscher
E-Mail
Tel.: 06131 17-6103
Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Universitätsmedizin Mainz Untere Zahlbacher Straße 8 55131 Mainz

Mainzer Resilienz-Projekt

Das Ziel des Mainzer Resilienz-Projekts (MARP) ist es, eine Kohorte junger, gesunder Studienteilnehmer, die sich in der kritischen Übergangsphase zwischen Adoleszenz und Erwachsenenleben befinden, zu untersuchen. Wir werden diese Studienteilnehmer über mehrere Jahre begleiten und ihre psychische Gesundheit und Stressfaktoren, denen sie ausgesetzt sind, erfassen. Uns interessiert, ob bestimmte individuelle Eigenschaften, die unsere Studienteilnehmer bei Einschluss in die Studie aufweisen, den erfolgreichen Umgang und Resilienz im Laufe der Jahre vorhersagen. Hierzu setzen wir Methoden der funktionellen Bildgebung und Verhaltensstudien ein. Letztlich erhoffen wir uns durch dieses Vorgehen Eigenschaften des Gehirns und geistige Fähigkeiten zu identifizieren, die wichtige protektive Mechanismen darstellen. Unsere Ergebnisse sollten eine Basis für die Entwicklung neuer Präventionsprogramme liefern.

Das Mainzer Resilienz-Projekt wird von der Stiftung "RLP für Innovation" (Bildungsministerium Rheinland-Pfalz) und dem Forschungszentrum Translationale Neurowissenschaften (FTN) unterstützt und arbeitet eng mit der GBS zusammen.

Weitere Informationen über MARP finden Sie hier.

Gutenberg Brain Study

Die Gutenberg Brain Study (GBS) ist eine Studie des Forschungszentrums für Translationale Neurowissenschaften (FTN) an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

Die GBS beschäftigt sich mit "genetischen und umweltbedingten Determinanten der Hirngesundheit". Ziel der GBS ist es, eine große, bevölkerungsbasierte Stichprobe gesunder Menschen bezüglich natürlich vorkommender Genvarianten, die die Funktionsweise des Gehirns beeinflussen könnten und für die Aufrechterhaltung der Hirngesundheit eine Rolle spielen könnten, zu untersuchen. Bei Eintritt in die Stichprobe werden neben genetischen Informationen auch gesundheitsbezogene Aspekte, psychologische Variablen und soziodemographische Angaben von den Studienteilnehmerinnen und -teilnehmern erhoben. In einzelnen Projekten soll dann der Einfluss einzelner genetischer Varianten vor dem Hintergrund von Umweltvariablen auf die Hirnstruktur (beispielsweise die Größe bestimmter Hirnregionen), die Hirnfunktion (beispielsweise die regionale Hirnaktivierung beim Bearbeiten bestimmter Aufgaben) oder auf Verhaltenstests und Selbsteinschätzungen in Fragenbögen untersucht werden. Letztendlich soll dieses Wissen für präventives und therapeutisches Handeln nutzbar gemacht werden.

Weitere Informationen über die GBS finden Sie hier.